Erotische Kurzgeschichte

Berliner Frauen

In Berlin sind die Frauen klein gewachsen, kaum grösser als einsfünfzig. Zurückzuführen ist das auf die verdreckte Luft und die minderwertige Nahrung, die man sich dort einverleibt.

Nicht von der Wachstumsstörung betroffen ist der Busen der Berlinerin. Native Berliner Brüste legen rasch an Grösse und Gewicht zu, schiessen aus einem natürlichen Überlebenstrieb, früh ins Kraut. Sie prangen und protzen, mit strengen Bügeln gebändigt, vor sich her, um den niederen Wuchs der Frau zu kompensieren. Diese Busenberge schaukeln über Kreuzberg nach Neukölln, zwängen sich in Untergrundbahnen und besetzen Strassencafés. Nimmt man sie nach Hause und befreit sie aus dem Stoff, springen sie einen an wie vernachlässigte Hunde.

Es ist dann empfehlenswert, zügig zur Tat zu schreiten, die Titten zu verarbeiten und der Kleinen etwas zum Lutschen zu offerieren. Hat die Berliner Frau nichts zum Lutschen, quasselt sie in einem fort. Ständig beginnt sie neue Geschichten, die von Menschen handeln, die einem unbekannt sind oder von Erlebnissen, die derart detailgetrau widergegeben werden, als müsste man sie gerade nacherleben, wenn man den Nerv aufbringen würde, zuzuhören. Berliner Frauen verbrauchen pro Tag so viele Wörter wie der durchschnittliche Mensch im Jahr und das ist abgerundet.

Nuckelt die Berlinerin erst mal am Schwänzchen ist die Welt in Ordnung. Im Knien oder Liegen fällt die fehlende Körpergrösse nicht weiter auf. Abgesehen von den Schmatzgeräuschen herrscht annehmliche Ruhe. Man könnte nun ein Buch lesen oder die Zeitung studieren, eine Runde Karten spielen. Aber Obacht! Der Busen! Die Möse! Der Berlinerin ist es wichtig, dass ihre primären Geschlechtsteile nicht diskriminiert werden. Ihre Nippel blinken gefährlich, ihre Möse tropft wie ein Kieslaster. Jetzt muss der Sepp in die Patuschka, der Spindel in die Mupfel, das Möhrchen in die Saftpresse. Und wehe, wehe, die Berliner Göre wird nicht ordentlich durchgepumpert. Man stopft sie tief und gründlich, damit ihr keine weiteren Geschichten einfallen. Sie rappelt und rumpelt, rasselt unter einem, will oben sein, von hinten genommen werden, sitzt einem aufs Gesicht, will es in der Arsch. Das sollte man nicht tun. Man hat einen Resten Anstand im Charakter. Stattdessen pudert man die Punze und schiesst ihr dann den Gruss aus der Küche auf die dicken Titten.

„Ach Herrmann“, seufzt sie, schweissüberströmt, über und über spermabekleckert, die Brille beschlagen. Sie legt einem den Busen in den Schoss und streichelt einem den Bauch. „Letzthin war ich am Wannsee. Ich glaube es war im Juli. Am Sechzehnten. Neee warte, am Fünfundzwanzigsten. Kuno und Jessi waren auch da. Wir fuhren mit dem Hundertsechzehnerbus von Altenröde nach Gerlichtgarten und dann ….“

Man versucht verzweifelt noch einen hochzukriegen. Mit einem Wink des Zaunpfahls das Schicksal zu beeinflussen. Manchmal gelingts.